Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Das Bayerische Klärschlammnetz ist ein Internetportal zur Durchführung des Lieferscheinverfahrens bei der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung gemäß Klärschlammverordnung. Das System wurde im Oktober 2001 in Betrieb genommen und wird ständig den aktuellen rechtlichen Gegebenheiten angepasst und hinsichtlich der Handhabbarkeit weiterentwickelt. Die Anwendung ist seit mehr als 15 Jahren eine Arbeitserleichterung und soll eine effiziente Überwachung der Klärschlammverwertung sicher stellen.

Aktuelles

22.12.2016: Änderungen in Version 3.17

Bei Klärschlammanalysen werden die Schwermetalle und AOX getrennt erfasst. Bei Bodenanalysen wird der pH Wert (>5) überprüft. Informationen zu FID und Schlägen über Flurstücke einsehbar. Mindestnährstoffe gem. DüMV werden überprüft. AELF des Betriebsitzes kann Stellungnahme zu Voranzeigen abgeben. Für Kläranlagen < 1000 EW gelten teilweise erweiterte Untersuchungsintervalle. Die Kreisverwaltungsbehörden können die Intervalle verlängern. Voranzeigen: Vorschau auf die Prüfergebnisse der Ämter. (siehe Änderungen 2017)

Hotline

Die Beratungs-Hotline beim bifa Umweltinstitut erreichen Sie im Januar
Dienstag und Donnerstag, jeweils von 09:00-10:00 Uhr
unter folgender Nummer: Tel.: 08 21/70 00-1 66
oder rund um die Uhr per E-Mail: klaerschlamm@bifa.de

Schulungen

bifa bietet regelmäßig Schulungen zum Einstieg in das Klärschlammnetz und Schulungen für erfahrene Anwender an. Die Schulungen können nur stattfinden, wenn sich eine ausreichende Mindestteilnehmerzahl anmeldet.

Das nächste halbtägige Aufbauseminar ist am 26.01.2017. Die Veranstaltung findet am bifa Umweltinstitut in Augsburg statt und zeigt die Version 3.17 des Klärschlammnetzes. Das Seminar ist bereits ausgebucht.

Wichtige Hinweise zur Datenerfassung

Achten Sie bitte bei der Erfassung der Klärschlammuntersuchungsergebnisse darauf, dass Sie die Nährstoffgehalte in % der Trockensubstanz (% der TS) bzw. Trockenmasse (% der TM) angeben und nicht in % der Frischsubstanz bzw. Originalsubstanz (OS). Außerdem möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass die polychlorierten Dibenzodioxine und -furane (PCDD/PCDF) in ng TE/kg Schlamm-Trockenmasse (mT) anzugeben sind (Summenwert gemäß Berechnungsvorschrift im Anhang 1 zur AbfKlärV).

Fehlende Hygieneuntersuchung

Fehlende Hygieneuntersuchung oder positiver Salmonellenbefund sind kein Sperrgrund.FAQ

Überprüfungen Düngeverordnung

FAQ: Welches Düngeniveau wird vom AELF akzeptiert?

Ausbringung und Ausbringungstechnik

Flüssige organische Dünger sind unverzüglich, das heißt innerhalb von 4 Stunden, auf unbestelltem Ackerland einzuarbeiten.
Seit 01.01.2016 sind veraltete Techniken zur Ausbringung von organischen Düngern verboten. Dies betrifft Drehstrahlregner, Güllewagen mit senkrecht angeordneter, offener Schleuderscheibe, Güllewagen mit freiem Auslauf auf den Verteiler, Festmiststreuer ohne gesteuerte Mistzufuhr zum Verteiler sowie zentrale Prallteller, nach oben abstrahlend.

Einsatz synthetischer Polymere

Die geltende Regelung der Düngemittelverordnung (DüMV) sieht vor, dass ab dem Jahr 2017 Synthetische Polymere bei der Herstellung von Düngemitteln nur noch eingesetzt werden dürfen, soweit diese sich mindestens um 20 Prozent in zwei Jahren abbauen. Der Hersteller sollte die Abbaubarkeit garantieren und in den Sicherheitsdatenblättern dokumentieren.

Fachfragen

Alle Fragen mit abfall- und düngerechtlichem Hintergrund und zur praktischen Abwicklung des Lieferscheinverfahrens obliegen den Kreisverwaltungsbehörden und den Landwirtschaftsämtern.

  • Anfragen zu Flur- und Feldstücken sowie zu Düngeaspekten richten Sie bitte an die zuständigen Landwirtschaftsämter.
  • Anfragen zum Status von Voranzeigen und Lieferscheinen richten Sie bitte an die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden (Landratsämter).
  • Anfragen zum Abfallrecht richten Sie bitte an die Kreisverwaltungsbehörden bzw. an die Bezirksregierungen.
  • Abfallwirtschaftliche Anfragen richten Sie bitte an das Bayerische Landesamt für Umwelt.
  • Anfragen zum Düngerecht richten Sie bitte an die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft.