Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Das Bayerische Klärschlammnetz ist ein Internetportal zur Durchführung des Lieferscheinverfahrens bei der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung gemäß Klärschlammverordnung. Das System wurde im Oktober 2001 in Betrieb genommen und wird ständig den aktuellen rechtlichen Gegebenheiten angepasst und hinsichtlich der Handhabbarkeit weiterentwickelt. Die Anwendung ist seit mehr als 15 Jahren eine Arbeitserleichterung und soll eine effiziente Überwachung der Klärschlammverwertung sicher stellen.

Düngeverordnung 2017 - Vorgaben beachten

ACHTUNG! Die Vorgaben der Düngeverordnung 2017 müssen auch bei genehmigten Voranzeigen eingehalten werden. Auf den Landwirt können erhebliche Auswirkungen im Rahmen der CrossCompliance Prüfungen zukommen! Insbesondere ist die Herbstdüngung bis 30.09. nur noch zu einer Zwischenfrucht (inkl. Ausfall-Raps, wenn dieser als Zwischenfrucht stehen gelassen wird) bei Saat bis 15.09 oder zu Winterraps bei Saat bis 15.09. oder zu Wintergerste nach Getreidevorfrucht bei Saat bis 30.09. erlaubt, sofern ein Düngebedarf besteht. Die Nährstoffgaben über Klärschlämme (nass und fest) sind begrenzt auf maximal 60 kg Gesamt-N/ha und maximal 30 kg NH4-N/ha. Nährstoff Mengen bitte vor der Ausbringung im Vollzug Fenster berechnen!

Aktuelles

27.06.2017: Änderungen in Version 3.17-17

Die aktuelle Düngeverordnung ist seit 02.06.2017 in Kraft und gilt bereits für die Herbstausbringung 2017: Eine Herbstdüngung, nach der Ernte der Hauptfrucht, ist nur noch in Ausnahmefällen möglich, bei der Herbstdüngung dürfen mit Klärschlämmen (nass und fest) maximal 60 kg Gesamt-N/ha und maximal 30 kg NH4-N/ha ausgebracht werden und Klärschlamm darf auf hochversorgten Böden (>20 mg P2O5/100 g Boden) nur noch in Höhe der Phosphatabfuhr durch die Ernteprodukte aufgebracht werden. Siehe Neuerungen der DüV 2017 und FAQ: Welches Düngeniveau ist praktikabel (DüV 2017)?

Hotline

Die Beratungs-Hotline beim bifa Umweltinstitut erreichen Sie im Oktober
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, jeweils von 09:00-10:00 Uhr sowie Donnerstag von 14:00-15:00 Uhr
unter folgender Nummer: Tel.: 08 21/70 00-1 66
oder rund um die Uhr per E-Mail: klaerschlamm@bifa.de

Schulungen

bifa bietet regelmäßig Schulungen zum Einstieg in das Klärschlammnetz und Schulungen für erfahrene Anwender an. Die Schulungen können nur stattfinden, wenn sich eine ausreichende Mindestteilnehmerzahl anmeldet.

Derzeit sind keine Schulungen terminiert. Bitte lassen Sie sich bei Interesse gerne vormerken; senden Sie uns eine E-Mail mit Ihren Wünschen.

Wichtige Hinweise zur Datenerfassung

Achten Sie bitte bei der Erfassung der Klärschlammuntersuchungsergebnisse darauf, dass Sie die Nährstoffgehalte in % der Trockensubstanz (% der TS) bzw. Trockenmasse (% der TM) angeben und nicht in % der Frischsubstanz bzw. Originalsubstanz (OS). Außerdem möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass die polychlorierten Dibenzodioxine und -furane (PCDD/PCDF) in ng TE/kg Schlamm-Trockenmasse (mT) anzugeben sind (Summenwert gemäß Berechnungsvorschrift im Anhang 1 zur AbfKlärV).

Fehlende Hygieneuntersuchung

Fehlende Hygieneuntersuchung oder positiver Salmonellenbefund sind kein Sperrgrund.FAQ

Überprüfungen Düngeverordnung

FAQ: Welches Düngeniveau wird vom AELF akzeptiert?

Ausbringung und Ausbringungstechnik

Flüssige organische Dünger sind unverzüglich, das heißt innerhalb von 4 Stunden, auf unbestelltem Ackerland einzuarbeiten.
Seit 01.01.2016 sind veraltete Techniken zur Ausbringung von organischen Düngern verboten. Dies betrifft Drehstrahlregner, Güllewagen mit senkrecht angeordneter, offener Schleuderscheibe, Güllewagen mit freiem Auslauf auf den Verteiler, Festmiststreuer ohne gesteuerte Mistzufuhr zum Verteiler sowie zentrale Prallteller, nach oben abstrahlend.

Fachfragen

Alle Fragen mit abfall- und düngerechtlichem Hintergrund und zur praktischen Abwicklung des Lieferscheinverfahrens obliegen den Kreisverwaltungsbehörden und den Landwirtschaftsämtern.

  • Anfragen zu Flur- und Feldstücken sowie zu Düngeaspekten richten Sie bitte an die zuständigen Landwirtschaftsämter.
  • Anfragen zum Status von Voranzeigen und Lieferscheinen richten Sie bitte an die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden (Landratsämter).
  • Anfragen zum Abfallrecht richten Sie bitte an die Kreisverwaltungsbehörden bzw. an die Bezirksregierungen.
  • Abfallwirtschaftliche Anfragen richten Sie bitte an das Bayerische Landesamt für Umwelt.
  • Anfragen zum Düngerecht richten Sie bitte an die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft.